Opel wird von PSA übernommen

Taxi Berlin 7. März 2017
Opel wird von PSA übernommen

Jetzt ist es amtlich. Die General Motors Tochter Opel wird nach 88 Jahren vom PSA-Konzern, zu dem neben Peugeot auch Citroën und DS gehören, gekauft. Der Kaufpreis liegt nach Angaben des Käufers bei 2,2 Milliarden Euro. Der neue Konzernchef hat sofort klar gemacht, dass es keine Standortgarantien für Opel geben wird.

Opel erhofft sich Wachstumschancen

Der jetzige Opel Chef Karl Thomas Neumann erhofft sich vom Verkauf von Opel neue Wachstumschancen. Man möchte von der Größe sowie von der gemeinsamen Fahrzeugentwicklung profitieren.

Milliardendeal verkündet

Der Milliardendeal wurde heute auf einer Pressekonferenz in Paris verkündet. Allerdings müssen die Wettbewerbshüter noch der Übernahme der General Motors Sparte aus Europa zustimmen. Man ist aber guter Dinge, dass bis zum Ende des Jahres alles unter Dach und Fach sein soll.

Nicht nur Europasparte Opel wurde veräußert

Der tatsächliche Kaufpreis für die Europasparte Opel liegt bei 1,3 Milliarden Euro. Man fragt sich mit Recht jetzt, woher dann die Summe von 2,2 Milliarden Euro kommt. Es wurde hierzu bekannt gegeben, dass zusätzlich mit einem Joint Venture mit der Großbank BNP Paribas das europäische Finanzierungsgeschäft der General Motors Financial für einen Preis von 0,9 Milliarden erworben wurde.

Jährliche Ersparnis in Milliardenhöhe

Der PSA-Chef möchte mit der Übernahme von der General Motors Tochter Opel jährlich bis zu 1,7 Milliarden Euro einsparen. Er hofft, mit der Übernahme die Effizienz von PSA auf ein höheres Level zu bringen. Beispiele für die Einsparungen nannte er mit dem größeren Einkauf und den damit verbundenen Mengenrabatten. Den vollen Einspareffekt erhofft sich der PSA-Chef im Jahre 2026. Gleichzeitig wiederholte er auch, dass Opel gemeinsam mit seinem Management und seinen Mitarbeitern die Kehrtwende in Eigenregie umsetzen muss. Dies alles soll in einer relativ kurzen Zeitspanne geschehen, denn es wird erwartet, dass Opel bereits im Jahr 2020 im PSA-Konzern die ersten Profite erwirtschaftet. Dafür gibt es einen Drei-Jahres-Plan, der ab 2018 greift und auch vom Opel-Management entwickelt werden muss.

Anmerkung der Redaktion:

Uns überrascht es, dass deutsche Wertarbeit die weltweit exportiert wird, gerade mal im unteren Milliardenbereich bewertet wird, während das US- Startups Uber im zweistelligen Milliardenbereich bewertet wird, ohne dass durch Uber im Vergleich zu den großen Automobilherstellern einen wirklichen Mehrwert zu schaffen. So häufen sich die Berichte, dass Uber gerade im Zuge der sich häufenden Skandale überbewertet sei – oder sogar zum Scheitern verurteil.