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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
leider müssen wir immer wieder feststellen, dass von unseren Fahrgästen trotz einer gebuchten Festpreisfahrt am Ende mehr Geld verlangt wird als zuvor tariflich verbindlich ermittelt und im Auftrag klar erkennbar angegeben. Das geht natürlich überhaupt nicht! Festpreis heißt Festpreis! Wir müssen hier die Zufriedenheit unserer Fahrgäste sicherstellen und im harten Wettbewerb mit Mietwagenanbietern konsequent auftreten, um langfristig konkurrenzfähig zu sein. Wer bei Festpreisfahrten einen anderen Fahrpreis verlangt, zerstört damit aktiv das Vertrauen unserer Fahrgäste in das Taxi. Dieses Verhalten ist somit auch schädlich für alle anderen Kolleginnen und Kollegen, die sich tagtäglich bemühen, einen guten Job zu machen und die wir dafür sehr schätzen und ebenfalls schützen möchten. Daher gilt ab sofort: Sollte ein Fahrer oder eine Fahrerin den Festpreis nicht akzeptieren, drohen der Entzug des VIP-Merkmals und eine Vermittlungssperre. Zudem werden wir künftig den zu viel gezahlten Betrag vom Unternehmer einfordern, um ihn dem Fahrgast zurückzuzahlen. So stellen wir sicher, dass unsere Fahrgäste genau das zahlen, was ihnen zugesichert wurde. Sollte die gleiche Kundenbeschwerde beim gleichen Fahrer oder der gleichen Fahrerin nochmals auftreten, muss er oder sie damit rechnen, komplett und dauerhaft aus unserer Vermittlung ausgeschlossen zu werden. Wer als Fahrerin oder Fahrer eine Festpreisfahrt nicht akzeptiert, muss zwangsläufig damit rechnen, dass sich der betroffene Fahrgast bei uns beschwert und es somit zu Sanktionen unsererseits kommt. So ein grob fahrlässiges Verhalten bleibt nicht unentdeckt! An dieser Stelle möchten wir alle Unternehmerinnen und Unternehmer dazu auffordern, dass sie diesbezüglich klar und unmissverständlich gegenüber ihren Angestellten agieren. Wer als Unternehmerin oder Unternehmer ein solches Fehlverhalten nicht eigenständig unterbindet, muss künftig damit rechnen, dafür in Haftung genommen zu werden. Rechtliche Hinweise:
Mit der Annahme einer vermittelten Festpreisfahrt kommt eine verbindliche Vereinbarung zwischen Fahrgast und Fahrer zustande. Wer diese Vereinbarung vorsätzlich missachtet und einen höheren Fahrpreis verlangt, riskiert nicht nur eine interne Sanktion, sondern begeht möglicherweise sogar eine Straftat. Besonders schwer wiegt der Fall, wenn eine Fahrt bereits vorab zum Festpreis bezahlt wurde und der Fahrgast zusätzlich noch einmal in bar zur Kasse gebeten wird – dies kann den Tatbestand des Betrugs erfüllen und eine Strafanzeige nach sich ziehen. Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist kriminell und damit treiben wir systematisch unsere Kunden in die Hände der Plattformen.
Wir fordern daher nochmals eindringlich, dass der Festpreis jederzeit eingehalten wird. Nur so können wir als Taxi Berlin den hohen Standard aufrechterhalten, den unsere Kunden zurecht erwarten. Vielen Dank für Ihr Verständnis! Mit freundlichen Grüßen Hermann Waldner |









