Friedenau ist seit der Jahrtausendwende ein Ortsteil des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Entgegen anderslautender Gerüchte gehörte Friedenau nie zu Steglitz oder Wilmersdorf, sondern war vor der Bezirksreform ein Ortsteil des Altbezirks Schöneberg.
Bedeutende Straßen sind Bundesallee mit Bundesplatz, der Straßenzug Rheinstraße – Hauptstraße, die Wiesbadener Straße mit ihrem Ende am Friedrich-Wilhelm-Platz, der Straßenzug Schmiljanstraße – Saarstraße, der Südwestkorso, die Laubacher Straße und die A100 (der Stadtring).
Friedenau entstand erst in den 1870er Jahren als „Neubausiedlung“ der Gemeinde Deutsch-Wilmersdorf und wurde 1874 selbstständige Landgemeinde des damaligen Landkreises Teltow mit Rathaus am Breslauer Platz. Am 1.10.1920 wurde Friedenau zu einem Teil Berlins und zum Ortsteil des damaligen Bezirks Schöneberg. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Friedenau für kurze Zeit von der sowjetischen Militärverwaltung zum Bezirk gemacht: Vom 29.4. bis zum 30.6.1945 war Friedenau der 21. Berliner Bezirk, danach war es wie zuvor ein Ortsteil von Schöneberg, bis es mit der Jahrtausendwende zum Ortsteil von Tempelhof-Schöneberg wurde.
Aufgrund seines guten Rufs als Wohnlage werden die Grenzen von Friedenau gerne wesentlich weiter gefasst als es der tatsächlichen geographischen Lage entspricht. Der Ortsteil hat eine Fläche von nur 168 Hektar. Die südliche Begrenzung (zu Steglitz) bildet die Linie Bornstraße – Walther-Schreiber-Platz – Peschkestraße – Holsteinische Straße – Fregestraße bis zur Friedenauer Brücke. Die westliche Begrenzung (zu Wilmersdorf) bildet die Laubacher Straße. Die nördliche Begrenzung (ebenfalls zu Wilmersdorf und zum Teil zu Schöneberg) bildet der S-Bahn-Südring. Die östliche Begrenzung (zu Schöneberg) bilden die Fregestraße und die Hauptstraße bis zum Innsbrucker Platz. Damit liegen der Dürerplatz, der S-Bahnhof Friedenau und die Rubensstraße allesamt außerhalb von Friedenau, im Nachbarortsteil Schöneberg.
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